Ratgeber · Mai 2026
Tagesgeldkonto wechseln – in 5 Schritten zur besseren Bank
Ein Tagesgeldkonto zu wechseln ist deutlich einfacher als ein Girokonto: kein Daueraufträge-Umzug, kein Lastschriften-Chaos. Wir zeigen Schritt für Schritt, worauf Sie beim Wechsel achten sollten.

Wann lohnt sich ein Wechsel?
Spätestens, wenn Ihre Aktionsperiode ausgelaufen ist und der Bestandskundenzins deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegt. Faustregel: Sobald die Zinsdifferenz zur attraktivsten Aktionsbank mehr als 0,75 Prozentpunkte beträgt, lohnt sich der Wechsel bei Anlagebeträgen ab 5.000 €.
Auch bei sinkenden Leitzinsen kann ein Wechsel sinnvoll sein, wenn Ihre aktuelle Bank schneller senkt als der Wettbewerb.
Schritt 1: Neue Bank auswählen
Vergleichen Sie aktuelle Tagesgeldzinsen, achten Sie auf den Bestandskundenzins nach Ablauf der Aktion und prüfen Sie die Einlagensicherung. Unser Tagesgeld Vergleich aktualisiert die Konditionen monatlich.
Prüfen Sie zusätzlich: maximaler Anlagebetrag, Zinsbindung, Häufigkeit der Zinsgutschrift, mögliche Kontoführungsgebühren (sollten 0 € sein).
Schritt 2: Neues Tagesgeldkonto eröffnen
Bevor Sie das alte Konto kündigen, eröffnen Sie das neue – sonst parkt Ihr Geld unverzinst auf dem Girokonto. Die Eröffnung läuft online und ist meist binnen 10 bis 30 Minuten erledigt. Detaillierte Anleitung in unserem Ratgeber zur Kontoeröffnung.
Schritt 3: Guthaben überweisen
Sobald das neue Konto freigeschaltet ist, überweisen Sie das Guthaben vom alten Tagesgeldkonto auf Ihr Referenz-Girokonto und von dort weiter auf das neue Tagesgeldkonto. Direktüberweisungen zwischen zwei Tagesgeldkonten sind technisch nicht möglich, weil Tagesgeld immer über das Referenzkonto läuft.
Dauer: 1 bis 2 Bankarbeitstage. In dieser Übergangszeit erhalten Sie keinen Zins – planen Sie den Wechsel daher rund um ein Wochenende, um zinslose Tage zu minimieren.
Schritt 4: Freistellungsauftrag anpassen
Sobald Ihre Erträge auf das neue Konto fließen, sollten Sie dort einen Freistellungsauftrag erteilen. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person (2.000 € bei gemeinsamer Veranlagung) lässt sich flexibel auf mehrere Banken aufteilen.
Wichtig: In Summe dürfen Sie nicht mehr als den Pauschbetrag freistellen. Andernfalls drohen Rückfragen vom Finanzamt.
Schritt 5: Altes Konto kündigen oder offen lassen?
Sie müssen das alte Tagesgeldkonto nicht zwingend kündigen. Da seriöse Anbieter keine Kontoführungsgebühren erheben, kostet ein leerstehendes Konto nichts. In einigen Monaten könnte für Sie dort wieder eine attraktive Aktion verfügbar werden.
Wollen Sie trotzdem kündigen, reicht eine formlose schriftliche Kündigung an die Bank. Die Auszahlung des Guthabens erfolgt automatisch auf Ihr hinterlegtes Referenzkonto.
Weiterführend: Tagesgeld-Vergleich und Tagesgeldrechner.